Im Fokus

METRUM sucht den Austausch mit Entscheidungsträgern aus Wirtschaft und Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Dazu investieren wir gezielt in den Aufbau von Kompetenzen und Know-how. Aber auch in unserer täglichen Arbeit entwickeln wir kontinuierlich neue Ansätze, Ideen und Lösungswege. Die behalten wir nicht für uns – wir teilen sie mit Ihnen. Wenn Sie näheres Interesse zu den Inhalten unserer Publikationen oder Vorträge haben, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

The Management Symphony – Werkstattphase 2017 in Zürich
Artikel und Radiobeitrag des SRF vom 16.06.2017


Das „Orchester der Manager“ spielt Tschaikowskys Sinfonie Nr. 6 „Pathétique“ in der Tonhalle Zürich

>> Zum Artikel und Radiobeitrag des SFR

>> Konzertflyer zum Download

Die ambitionierten Hobby-Musikerinnen und -Musiker kooperierten in diesem Sommer mit dem Tonhalle-Orchester Zürich. Bei den Proben erhielten die Mitglieder Unterstützung von Profis: Musikerinnen und Musiker des Tonhalle-Orchesters leiteten als Stimmführer die einzelnen Instrumentengruppen und spielten auch beim Konzert am 18. Juni 2017 im großen Saal der Tonhalle Zürich mit. Auf dem Programm stand Tschaikowskys Sinfonie Nr. 6 „Pathétique“ in h-Moll.

Sie arbeiten in der Industrie, in Unternehmen, Kliniken, Kanzleien, Universitäten, Agenturen und Verwaltung in verantwortungsvollen Positionen, und sie machen leidenschaftlich gern Musik auf hohem Niveau: Einmal im Jahr treffen sich rund 100 Führungskräfte der deutschen Wirtschaft, um gemeinsam zu musizieren und als „The Management Symphony“ ein Konzert zu spielen.

Wie frei sind unsere Kulturinstitutionen?
Essay zum Frühjahr 2017

Über die Freiheit der Kunst und die Kunst der Freiheit

>> Lesen Sie hier den ganzen Essay

Theaterreform im Westen Mecklenburg-Vorpommerns abgeschlossen
Pressemitteilung vom 21. Juli 2016

Mit der heutigen Unterzeichnung der Verträge für die Mecklenburgische Staatstheater GmbH ist die Fusion des Mecklenburgischen Landestheaters Parchim mit dem Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin und der Einstieg des Landes als Mehrheitsgesellschafter besiegelt.

„Ich freue mich sehr, dass wir unter dem Dach des Mecklenburgischen Staatstheaters weiter die große Vielfalt des Theaters erleben können“, so Kulturminister Brodkorb. „Es war ein langer und nicht immer einfacher Weg, aber wir sind ihn alle gemeinsam gegangen und am Ende steht das erste wirkliche Staatstheater in Mecklenburg-Vorpommern.“

Die Mecklenburgische Staatstheater GmbH wird ab dem 1. August zu 74,9 Prozent vom Land getragen, die Landeshauptstadt Schwerin und der Landkreis Ludwigslust-Parchim übernehmen jeweils 10,0 Prozent und die Stadt Parchim 5,1 Prozent der Gesellschaftsanteile.

Insgesamt stellt das Land dem Theater für den laufenden Betrieb jährlich 10,4 Millionen Euro zur Verfügung. Hinzu kommen weitere Mittel für Umstrukturierungsmaßnahmen bzw. den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis zum Jahr 2020.

„Das Mecklenburgische Staatstheater kann nunmehr in ruhiges Fahrwasser steuern. Ich würde mich sehr freuen, wenn die nächsten Presseberichte von ausverkauften Konzerten und gelungenen Premieren handeln würden“, sagt der Minister. „Heute treten wir, die Gesellschafter, von der Bühne wieder ab in den Hintergrund und lassen das Theater wieder machen, was es am besten kann: verzaubern, verführen, irritieren“, so der Minister abschließend und wünscht dem neuen Generalintendanten viel Erfolg für die nächste Spielzeit.

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern

Wie wollen wir werden?
Essay zu Veränderung, Identität und Werten

Die Idee eines stabilen Status quo führt uns tagtäglich auf zweifache Weise in die Irre: Sie verleitet erstens dazu, die vorhandenen Dynamiken in uns und in unserer Umgebung zu ignorieren und kostet uns somit oft die Chance, geschehende Veränderungen in unserem Sinne zu leiten. Zweitens erzeugt sie den Eindruck, dass ein anstrengender und gefährlicher Veränderungsprozess, den man erkannt hat und auf den man sich bewusst eingelassen hat, irgendwann zu einem stabilen Ergebnis wird, und man sich dann auf dem Erreichten ausruhen kann.

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Neues Fördermodell für die Basler Orchester präsentiert
Bestandsaufnahme und Modellentwicklung in Zusammenarbeit mit METRUM

Vorangegangen war eine detaillierte Bestandsaufnahme der Basler Orchesterlandschaft, die METRUM für die Abteilung Kultur des Kantons Basel-Stadt erstellt hat.

Diese ermöglicht einen objektiven Überblick über das Programmangebot der Basler Klangkörper sowie Struktur und Schwerpunkte der bisherigen Förderpolitik. Auch bei der Konzeption des neuen innovativen Fördermodells hat METRUM den Kanton begleitet.

Die neue inhaltlich orientierte Förderpolitik soll die überregionale Ausstrahlung der Musikstadt Basel sowie die Profile der Klangkörper stärken und die förderstrategischen Ziele des Kantons anhand von inhaltlichen und formalen Richtlinien transparent machen. 

Lesen Sie mehr in der Pressemitteilung des Präsidialdepartements des Kantons Basel-Stadt vom 16. April 2015.

Businessplan für das Beethoven Festspielhaus Bonn vorgestellt
Hochrechnung des Ressourcenbedarfs und Veranstaltungsplanung für den laufenden Spielbetrieb

In einer Reihe von politischen Sitzungen und öffentlichen Informationsveranstaltungen wird in dieser Woche der Businessplan für den Betrieb eines Beethoven Festspielhauses in Bonn präsentiert.

Die Idee eines Beethoven Festspielhauses für Bonn wird seit vielen Jahren diskutiert. Die Deutsche Post DHL beabsichtigt, den Bau des Festspielhauses maßgeblich zu finanzieren. Das Vorhaben wird zudem substanziell durch bürgerliche Initiativen unterstützt.

Die Deutsche Telekom plant, den Betrieb des Festspielhauses als Großsponsor mit einem jährlichen Sponsoringbeitrag zu unterstützen. Der Bund, der Rhein-Sieg-Kreis, die Stadt Bonn und die Sparkasse KölnBonn haben Zustiftungen in das Stiftungskapital der zukünftigen Betreiberstiftung des Festspielhauses in Höhe von insgesamt rd. 60 Mio. EUR zugesagt. 

METRUM wurde von der Deutsche Post DHL beauftragt, den Spielbetrieb eines Beethoven Festspielhauses in Bonn zu simulieren und die hierfür erforderlichen Ressourcen abzuschätzen. Hierzu wurden ein beispielhaftes Veranstaltungsprogramm und ein Businessplan erarbeitet.

METRUM hat das Projekt Beethoven Festspielhaus von Beginn an begleitet. Eine gemeinsam mit der Unternehmensberatung McKinsey erstellte Machbarkeitsstudie legte 2007 die Grundlage für die nun präsentierten Detailplanungen zum Betrieb eines neuen Festspielhauses in Bonn.

Öffentliche Förderung von Theatern, Orchestern und Museen durch die Bundesländer
Analysen, Vergleiche und Trends 2010 - 2014

METRUM hat die Daten des Kulturfinanzberichts 2012 der Statistischen Ämter des Bundes um die aktuelle Haushaltsplanung, bzw. Haushaltsentwürfe der Bundesländer mit ihren Zuschüssen für Theatern, Orchestern und Museen erweitert und daraus einen Vergleich der öffentlichen Kulturfinanzierung für die Jahre 2010 bis 2014 erstellt.

Der aktuelle Vergleich zeigt, dass die Bundesländer die Förderung ihrer Kulturbetriebe weiterhin sehr ernst nehmen und den Betrieb von Theatern, Orchestern und Museen mit insgesamt mehr als 1,8 Mrd. EUR bezuschussen. Viele Länder dynamisieren sogar ihre Zuwendungen, sodass die Kulturbetriebe ihre Personalkostensteigerungen damit abdecken können. Allerdings ist der Zuwachs der Zuwendungen sehr unterschiedlich und einige Länder senken auch ihre Zuschüsse, was bei den betroffenen Kulturbetrieben zu einem strukturellen Anpassungsbedarf führt.

Aufgrund der unterschiedlichen Größe und Struktur der Bundesländer ist ein  Vergleich der absoluten Höhe der Förderungen nur sehr bedingt aussagekräftig. Pro Einwohner gerechnet ist ein Vergleich sinnvoller. Die Stadtstaaten liegen aufgrund ihrer Doppelfunktion als Kommune und Land naturgemäß in diesem Vergleich an der Spitze, wobei auffällt, dass Berlin bei der Theaterförderung und Hamburg bei der Förderung der Museen vorne liegt. 

Unter den Flächenstaaten gibt es eine sehr große Spannweite der Zuwendungen pro Einwohner, die bei den Theatern/Orchestern von 29 EUR in Thüringen bis 4 EUR in Nordrhein-Westfalen reicht. Bei der Förderung der Museen durch die Länder von 11 EUR pro Einwohner in Mecklenburg-Vorpommern bis 30 Cent im Saarland.

Die gesamte Studie erhalten Sie auf Anfrage.

Wie wirken sich Megatrends auf unser kulturelles Leben aus?
Versuch eines Zukunftsbildes.

In diesem Essay loten die beiden Autoren Gartiser und Steenken die Einflüsse von sogenannten Megatrends wie zum Beispiel Globalisierung und Demografischer Wandel auf unser kulturelles Leben aus. Was wird sich ändern, was wird bleiben?

"In einem Artikel zum 50-jährigen Jubiläum des Wiederaufbaus des Nationaltheaters in München entwirft Intendant Nikolaus Bachler für die Oper der Zukunft zwei Szenarien: eines für Pessimisten und eines für Optimisten. Während in dem pessimistischen Szenario der kollektive Konsens, Kunst und Oper sei Ausdruck des Gemeinwohls, zerbrochen ist und aufgrund wichtigerer wirtschaftlicher und materieller Ziele keine Unterstützer mehr findet, leben in dem optimistischen Szenario alle Menschen ihr kulturelles Grundrecht auf Oper aus. Theater werden erhalten oder neu gebaut, keiner zweifelt am Sinn staatlicher Finanzierung.

Welches der beiden Szenarien wird sich durchsetzen? Wir wagen eine eigene Prognose.…"

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Der Preis spielt keine Rolle?
Preispolitik und -gestaltung bei Orchestern und Konzerthäusern

Die Gestaltung der Preise für Kulturveranstaltungen folgt keinen erkennbaren Regeln: Sind es Kalkulationsergebnisse, nach der Rechnung "Kosten plus X"? Sind es die Preise, die der Wettbewerb fordert, mal knapp drüber, mal darunter? Sind es die Preise, über die ein Gremium, der Träger oder Zuwendungsgeber, etwa der Stadtrat befindet? Oder sind es die Beiträge die der Kunde bereit ist zu bezahlen?

Ein Artikel von Peter Gartiser, erschienen in Das Orchester 05/11.
www.dasorchester.de

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Theater in der Krise
Theater in der Krise – Was es jetzt zu entscheiden gibt

Das Modewort «Krise» leitet sich von dem altgriechischen Wort «krisis» ab und bedeutet in dieser Sprache: Scheidung, Wahl, Entscheidung. Also nicht einfach «zuwenig-Geld-haben» wie uns offenbar das Wort «Finanzkrise» suggerieren soll.

Ein Artikel von Nicolaus Steenken, erschienen in TheaterManagement aktuell, 56. Ausgabe.
www.theatermanagement-aktuell.de

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Gedanken zur Hochkultur im 21. Jahrhundert
Zur Angebots- und Nachfrageseite von kulturellen Leistungen

Kulturbetriebe – und damit unsere Kultur – kommen von zwei Seiten unter Druck: Die veränderten Ansprüche des Publikums mit neuer Werte- und Freizeit-Orientierung. Und die real sinkenden Subventionen der öffentlichen Hand. Wie kann also der Kulturauftrag unter sich verändernden Rahmenbedingungen gelingen? Dazu fünf Thesen aus der Sicht eines Beraters für Kulturbetriebe.